Weberei Schwierske



Eine doppelte Wand zum Versteckenspielen

Demonstration am kleinen Webstuhl









Pädagogische Projekte

Eine gewebte Wand im Wald

Pressetext: Schon dem 4.Jahrtausend v.Chr. konnte man Funde von Geweben aus Leinen und Webstuhlfragmente zuweisen. Und immer noch wird gewebt.
Das Weberhandwerk ist modern und kunsthandwerklich orientiert. Es produziert Unikate oder Kleinserien und findet Ausdruck in der Textilkunst.

Und wer webt eine Wand in den Wald?
Eine gewebte Wand im Wald

Die Kinder und Erzieherinnen der Waldgruppe des Kindergarten in Wrestedt . Hilfe und Anregung erhielten sie von der Webermeisterin und Textilkünstlerin Uschi Schwierske aus Stadensen.
Das schwere Juteknäuel wurde von den 3 bis 6jährigen Kindern um die Bäume getragen und es entstand so die Webkette, wobei die Bäume als Webrahmen dienten.
Gebrauchte Textilien, wie Bettücher, Hemden, Tischwäsche und Handtücher brachten die Kinder von zu Hause mit. Im Wald wurden sie mit viel Spaß in Stoffstreifen gerissen und zu einer Wand verwebt.
Vielleicht zum Verstecken oder einfach zum Betrachten und Staunen, was aus dem alten kaputten Laken geworden ist.
Die gleichförmige Bewegung des Auf-und-Nieder des Vor-und-Hinter beim Einweben der Stoffstreifen hat einen Reiz für die Kinder, der auch für Erwachsene zu therapeutischem Zweck eingesetzt werden kann.
Pädagogisches Nebenprodukt ist im Kindergarten dabei der Einblick in ein altes Handwerk und das Arbeiten mit einer richtigen Weberin.



Workshop-Projekte
Seit 2006 hat der Kulturverein Schweizerhof e,V. 4 Workshop-Projekte durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der AWO und der Dorfgemeinschaft Seedorf e.V. haben Kinder, Jugendliche und Senioren unter Anleitung von Künstlern Kunstobjekte erschaffen.
Ich war von Beginn an dabei und arbeitete an den Themen "Schöpfung", "Gegensätzliches", "Mit allen Wassern gewaschen", Reflexion" jeweils in den unterschiedlichen Möglichkeiten der Gestaltung mit Fäden und Webtechniken.



Museumsarbeit
"Vom Flachs zum Leinen" so heißt eine Dauerausstellung im Landwirtschaftsmuseum Hösseringen in der sogenannten Wierener Scheune. Hier erkläre und demonstriere ich die mühevolle Arbeit der Fasergewinnung und des Spinnens bis zum Weben auf einem historischen Bauernwebstuhl von 1840. Es entstehen dabei Tischläufer oder Handtücher für den Museumsladen. Interessierte Besucher können selbst mit anfassen und Flachs brechen und hecheln, um es dann von mir spinnen zu lassen. Von Kindern und Jugendlichen wird das Projekt gern angenommen. Weitere museumspädagogische Angebote finden sich im museumspädagogischen Internet-Portal für Niedersachsen und Bremen.

  © 2004 · Uschi Schwierske · Emailemail senden